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Ist Deutschland kinderfreundlich?
Ja
  0%
[ 0 ]
Nein
  33%
[ 2 ]
Auf dem Weg der Besserung
  66%
[ 4 ]
Stimmen insgesamt : 6

Autor Nachricht
Beitrag21.08.2008 um 13:51 (UTC)    
Titel: Babyland Deutschland?

Hallo Liebe User,

ich bin gerade zurück vom Krankenhaus.

Habe meinen Bruder mit Anhang besucht. Der Anhang besteht jetzt aus einer weiblichen Person mehr, nämlich der "Lena".

Nach aktuellen Stand ist sie gerade 3 Std. und ca. 15 min. alt und hat schwarze kleine Löckchen. Very Happy

Nachdem ich mich nun über mein Onkel-Patrick-Dasein freue, Mr. Green
hab ich gedacht, könnte das einen interessanten Beitrag geben.

Denn im Krankenhaus in unserer kleinen Stadt (30.000 Einwohner) herscht im Moment Hochbetrieb. Allein heute mit der Entbindung von Lena drei Geburten gleichzeitig.

Gerade das wird ja bemängelt, dass zu wenige Kinder geboren werden. Denkt ihr, das Deutschland überhaupt ein kinderfreundliches Land ist, dem zukünftige Eltern vertrauen können? Worin sieht ihr die Gründe der Kinderlosigkeit und denkt ihr, dass sich der Trend ändert ( nach aktuellen Angaben soll es sich ja leicht verbessern )?

Ich freue mich jedenfalls rießig und kann, wenn auch aus etwas entfernterer Sicht sagen, das Kinder wirklich einen Bereicherung sind! Exclamation

Euer Onkel Patrick! Mr. Green


Zuletzt bearbeitet von patrickschroll am 21.08.2008, 14:51, insgesamt einmal bearbeitet
Beitrag21.08.2008 um 14:09 (UTC)    
Titel:

Die Frage kann man schlecht beantworten
Wir liegen bei der Kinderfreundlichkeit gegenüber von Kindern eher im Mittelfeld. Wir missbrauchen Kinder nicht als billige Arbeitsmittel, aber wir "vereehren" sie auch nicht, wie in anderen Ländern.
Ein Kind ist einfach nur ein Kind - ohne jetzt zu sagen, dass man Kinder nicht leiden kann oder nicht. Wir liegen halt im Mittelfeld.

Warum ist die Geburtsrate zu niedrig? Ganz klar - Arbeit. Es gibt meiner Ansicht nach keinen größeren Grund als Arbeit und der damit verbundene Wohlstand.
Denn ein Kind kostet Geld und viele Deutsche können sich keine Kinder leisten - das ist einfach so!
Entweder arbeitet man 5-10 Jahre ohne Kind und hat ein gutes Leben, oder man bekommt ein Kind und muss ggf. in Kauf nehmen, dass das Kind mit an der Armutsgrenze leben muss (also auch das Gewissen gegenüber ein noch nicht existierendes Kind!).

Viele Frauen (ich gehe mal eher von Frauen aus) dürfen kein Kind bekommen, denn dann riskieren sie ihren Arbeitsplatz oder sie bekommen erst keinen (denn auch dem Arbeitgeber sind Mitarbeiter mit Kindern teuer und unkalkulierbar - die Frau könnte ja mal zuhause bleiben, weil sie beim Kind sein muss <- unberechenbare/schwammige Arbeitskraft).
Außerdem wollen manche Frauen nicht arbeiten, da sie sonst keine Zeit mehr für das Kind haben, da viele Jobs von früh bis abends gehen und somit das Kind nicht regelmäßig seine Mutter hat - da hilft auch kein Kindergarten, wenn die Frau bis 22 Uhr arbeiten muss!
Das ist aber ein gesellschaftliches Problem, dass wir Deutschen sehr kapitalistisch denken UND handeln!

Mittlerweile gehen Reformen durch, die Familien zugute kommen, aber bis der Großteil der Bevölkerung von dem Gedanken wegkommt Kind=Kosten=Armut, dauert es halt noch.


Zuletzt bearbeitet von gwc am 21.08.2008, 15:15, insgesamt 2-mal bearbeitet
Beitrag21.08.2008 um 14:57 (UTC)    
Titel: Aktuelle Meldung

Hier habe ich gerade eine aktuelle Meldung bei n-tv.de gefunden:

Code:
[u]http://www.n-tv.de/Niedrige_Geburtenraten_Europa_braucht_Zuwanderung/210820082116/1012197.html[/u]
Beitrag21.08.2008 um 16:10 (UTC)    
Titel: Aktuelle Meldung

Gerade habe ich in der Zeitung gelesen:

Ende der Baby-Flaute!

Seit der Einführung des Elterngelds 2007 werden wieder mehr Baby&acute;s geboren, sodass im Moment auf eine Frau 1,37 Kinder kommen, nur 2000 war der Wert mit 1,38 knapp besser.

Aber um auf die erste Reaktion hier bei diesem Thema zu reagieren:

Du hast teilweise freilich recht, wobei vor allem die Unvereinbarkeit von Familie und Beruf immer wieder schlecht abschneidet und wir uns dort von den skandinavischen Ländern einiges abschauen können, vor allem auch aus der Bildungspolitik.

Meine Schwägerin, die heute Mutter geworden ist, musste karrieremäßig auch zurückstecken.

Sie hätte die Möglichkeit gehabt, bei einer großen Handelskette nach Führung einer Abteilung eine komplette neue und große Filiale zu leiten.

Jetzt musste sie erst einmal die Abteilung abgeben aber dank ihres Arbeitgebers ist es ihr dann möglich nach 2 Jahren ( so lange arbeitet sie jediglich 30 Std. im Monat ) die Position wieder inne zu haben.

Es ist ihr, dass muss man dazu sagen, auch sehr schwer gefallen, diese Möglichkeit vorerst nach hinten zu schieben, da dies ihr Lebenstraum war!

Es ist klar das hier noch einiges getan werden muss, aber auch in den Köpfen der Unternehmer wie angesprochen. Den schließlich sind die Kinder diejenigen, die unsere Zukunft gestalten und lenken werden! Ohne Kinder wird es demnach auch keine Zukunft geben.

Trotz allem denke ich, dass wir es noch gut haben, sodass nicht pauschal gesagt werden kann, dass jedes Kind oder zumindest die Mehrheit unter schlechten finanziellen Bedingungen leben muss, denn der Staat greift hierbei gott sei dank in letzter Zeit mehr ein und das Elterngeld - auch sehr unter Kritik stehend - hilft doch vielen Elternpaaren bei ihrer Entscheidung wie nach der Geburt verfahren werden soll.
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