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Beitrag25.06.2020 um 09:20 (UTC)    
Titel: STOP! Aktuelle Rechnung prüfen!

Leider hat Herr Lochmann auf meinen Anruf und meine email NICHT reagiert. Aus diesem Grund muss ich mich hier und in anderen Foren darüber austauschen.

Ich habe meine Rechnung für das Premium-Paket plus bekommen.
Der Leistungszeitraum beläuft sich vom 16.06.2020 - 15.06.2021.
Der gravierendste, der beiden Fehler ist der falsche Rechnungsbetrag.
Der o. g. Leistungszeitraum wurde komplett mit 19% Mehrwertsteuer (dieser Begriff ist finanztechnisch falsch, müsste Umsatzsteuer heißen).

Richtig wäre folgendes:
Leistungszeitraum 16.06.2020 – 30.06. 2020: 14 Tage besteuern mit 19%
Leistungszeitraum 01.07.2020 – 31.12. 2020: 164 Tage besteuern mit 16%
Leistungszeitraum 01.01.2021 – 15.06. 2021: 187 Tage besteuern mit 19%

Durch diese (nennen wir es mal schmeichelhaft) Fehler bekomme ich 0,94 Euro zu viel in Rechnung gestellt. Bei allen anderen Kunden mit dem Premium-Paket plus verhält es sich genauso.
Dies dürften, mehrere 10.000 Euro sein, die zu viel in Rechnung gestellt wurden / und werden.
Es war seit Monaten bekannt, dass für den Zeitraum 07.2020 – 31.12.2020 die MwSt. von 19% auf 16% gesenkt wird.

Mit welchem Finanzbuchhaltungsprogramm / Rechnungsprogrammen arbeitet die Webme GmbH?
DATEV, SAP oder Lexware? Diese Anbieter wussten frühzeitig von der Senkung der MwSt. und haben ihren Support mit Hochdruck an der Beseitigung dieser finanzbuchhalterischen Hürde gearbeitet. Und es klappt.
Oder muss ich davon ausgehen, dass mit Access (als Datenbank) und Excel bzw. Word die Rechnungen geschrieben werden? Wenn ja, dann hätte ein Handgriff gereicht, um dieses Problem mit weiteren Formeln zu meistern. Dazu braucht man weder Programmierer noch Computer-Nerd zu sein.

Finanzbuchhalterisch ist das ein Taschenspieler-Trick.
An das Finanzamt können im o. g. Zeitraum der Absenkung der MwSt. nur 16% MwSt. abgeführt werden. Bei DATEV und den bereits genannten Programmen geht das gar nicht anders.
Würde ich mal die Anzahl der Premium-Plus Kunden, deren Leistungszeitraum den vollen "Absenkungszeitraum" mit umfasst, auf 20.000 schätzen, so beträgt der Schaden an den Kunden 18.800,00 Euro.

Ich möchte niemandem etwas Böses unterstellen. Korrekt sollte es ja zugehen. Sicherlich hat Herr Lochmann da einiges übersehen.

Übrigens korrekt:
Leider besitzen alle Rechnungen einen „fetten Fehler“.
Auf jede Rechnung, die ich bekomme (auch von Telekommunikationsdienstleistern etc.), ist der Nettobetrag, die Mehrwertsteuer sowie die Gesamtsumme (Brutto) enthalten.
Zu diesen Formvorschriften einer Rechnung gibt es im Internet genug Quellen.

Die Aufzählung der Rechnungs-Pflichtangaben findet sich zudem im § 14 des Umsatzsteuergesetzes.

Ebenfalls hat das Bundesfinanzgericht ein Urteil zu diesem Thema gesprochen.

Aber auch ihr selbst schreibt, wie Rechnungen aufgebaut sein müssen:https://www.homepage-baukasten.de/howto/steuernummer-umsatzsteuer-id-steuer-id?fbclid=IwAR157fpxaLkeQvSLYKAYdf-Rj2VBV_ERMfRnRqh9CSj8flL6b1BFEWPYaL0

Ich gehe mal davon aus, das alles nur ein großes Missverständnis ist.

Trotzdem möchte ich ein Schreiben des Geschäftsführers, wie meine Angelegenheit geregelt wird. Auf mündliche Zusagen lasse ich mich nicht mehr ein. Das habe ich schon in anderer Angelegenheit hier zu oft gemacht.


Zuletzt bearbeitet von pink-camel am 27.06.2020, 10:27, insgesamt 4-mal bearbeitet
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