Einen Reiseblog erstellen - 7 wichtige Tipps & Tricks

aus der Kategorie "Webdesign"
Schwierigkeitsgrad: Anfänger

Flughafen Auslandsaufenthalt

Seit Monaten planst du einen längeren Auslandsaufenthalt. Viele Ideen und praktische Reisetipps hast du dir aus dem Internet besorgt. Du hast offizielle Seiten durchforstet, dich in Reiseforen mit Gleichgesinnten ausgetauscht und viele verschiedene Reiseberichte gelesen. Du spielst mit dem Gedanken, deine zukünftigen Reiseerfahrungen ebenfalls mit deiner Familie, mit Freunden, Studien- oder Arbeitskollegen zu teilen und würdest gerne einen eigenen Reiseblog erstellen.

Als Autor würdest du selbst bestimmen, welche Informationen und Bilder für jedermann sichtbar wären und welche Erfahrungen bzw. Schnappschüsse privat bleiben.

Kein Problem! Einen Blog aufzusetzen und zu pflegen ist nicht schwer. Wie es genau funktioniert und welche grundlegenden Dinge du beachten solltest, erfährst du jetzt.

Wenn du vorab einen Einblick in das Thema in unter einer Minute willst, dann schau dir dieses Video an!

1. Das Konzept

Die meisten Leute, die einen Reiseblog erstellen, tun das ohne jegliche finanziellen Interessen. Es geht ihnen nur darum, Familienmitglieder und Freunde an ihren Erlebnissen teilhaben zu lassen. Es gibt allerdings auch eine ganze Anzahl professioneller Blogger, die mit ihren Berichten und Fotos so viel verdienen, dass sie einen Teil ihrer Reisekosten damit bezahlen können. Egal, ob du eine der beiden Varianten favorisierst, oder ob du es einfach auf dich zukommen lassen möchtest: Ein Konzept brauchst du in jedem Fall.

Am besten beantwortest du dir im Vorfeld folgende Fragen:

  • Für wen möchte ich einen Reiseblog erstellen? Welche Personengruppe möchte ich ansprechen (Familie, Freunde, Arbeitgeber, Gleichgesinnte, große Leserschaft)?
  • Worin soll die Besonderheit meines Blogs liegen (spektakuläres Reiseziel, besondere Verkehrsmittel, lange Reisedauer, spezielle Mission)?
  • Inwiefern könnte sich mein Blog von den unzähligen Reiseblogs, die es bereits im Internet gibt, unterscheiden?

2. Das Programmieren

Du hast zwei Möglichkeiten:

Selbst programmieren:

Falls du über entsprechende Programmierkenntnisse verfügst, kannst du deinen Blog selbstverständlich in Eigenregie hosten und programmieren. Du solltest dabei auf ausreichend Serverkapazität achten. Außerdem ist ein guter, möglichst kostenloser Service, der bei Bedarf Erweiterungs- oder Wechselmöglichkeiten anbietet, vorteilhaft.

Baukastensysteme nutzen:

Kostenlose Homepage erstellen

Eine tolle Alternative für Hobbyblogger, und User, die jeglichen technischen Aufwand vermeiden möchten, sind fertige Baukastensysteme mit vorgefertigten Layouts. Ob eigene Homepage oder Reiseblog erstellen: Hier findest du kreative, von Profis erstellte Vorlagen inklusive Hosting. Viele dieser Angebote sind suchmaschinenoptimiert. Zudem werden sie von verschiedenen Endgeräten unterstützt.

3. Das Layout

Damit dein Reiseblog auf Besucher sofort interessant wirkt und sie zum Lesen verleitet, braucht er ein schönes Layout. Doch, keine Sorge! Selbst wenn du noch nie in deinem Leben programmiert hast und keine Kennnisse bezüglich Webdesign besitzt, bietet dir ein Baukastensystem die Möglichkeit, trotzdem einen optisch ansprechenden Reiseblog zu erstellen. Nicht nur Einsteiger greifen häufig auf sogenannte “Templates”, also vorgefertigte, zum Thema passende Seiten, zurück. Sie eignen sich für Bloganfänger ebenso, wie für geübte Blogger, die unterwegs keine Zeit für zeitraubende Programmier- und Formatierarbeiten aufwenden möchten.

Urlaubsreisen Template Vorschau Motorradreisen Template Vorschau

Zwei gute Beispiele für einfach zu bedienende Templates zum Thema Reise sind das Template “Urlaub” und das Template “Motorrad”. Während das erstgenannte Template perfekt auf Urlaubs- und Rundreisen zugeschnitten ist, wurde letzteres speziell für Motorradreisen entwickelt. Beide sind so ansprechend gestaltet, dass du deine Texte und Fotos nur noch in das jeweils vorgefertigte “Gerüst” einzupflegen brauchst. Du kannst nach der Registrierung direkt wählen und dich für eins der Templates entscheiden. Sollte dir keins gefallen, kannst du natürlich auch mit dem Design deiner Wahl starten.

4. Interessante Texte

Im Gegensatz zu Webseiten sind die Texte eines Blogs keine statischen Seiten, sondern, mit Datum versehene Beiträge. Damit die Besucher deines Blogs Freude am Lesen deiner Berichte haben, solltest du folgende Hinweise beachten:

  • Schreibe einfach so, als würdest du erzählen.
  • Vermeide überlange Sätze sowie komplizierte Begriffe.
  • Vergiss nicht, aufzuschreiben, wo genau du dich gerade befindest.
  • Zum Reiseblog erstellen eignen sich kurze Texte, die nicht zu sehr ins Detail gehen besser als blumige, langatmige Beschreibungen.
  • Verwende stets eine dunkle Schriftfarbe auf hellem Hintergrund. Andersherum ist das Lesen zu anstrengend.
Extratipp: Erstelle dir eine Art Redaktionsplan, dem du diszipliniert folgst. Damit hauchst du deinem Block mehr Leben ein. Er bekommt sozusagen eine Seele, wegen derer die Leser immer wiederkehren, um jeden deiner Beiträge gespannt zu verfolgen.Denke immer daran: Content ist King!

5. Gute Fotos

Urlaubsbild Eiffelturm

Bilder sagen meistens mehr als viele Worte. Ein Reisebericht ohne Fotos ist kaum denkbar. Eine gute Kamera ist deshalb für alle, die einen Reiseblog erstellen möchten, eine wichtige Anschaffung. Falls dein Budget für den Kauf einer Spiegelreflexkamera nicht ausreicht, solltest Du zumindest zu einer qualitativ hochwertigen Digitalkamera greifen.

  • Binde viele interessante Schnappschüsse in deinen Blog ein.
  • Beschrifte jedes Bild.
  • Um bei deinen Lesern lange Ladezeiten zu vermeiden, komprimierst du die Fotos vor dem Hochladen.

6. Die Besucher

Eine häufig gestellte Frage lautet: “Wie bekomme ich Leser auf meinen Blog?” Gerade anfangs investierten viele Blogger viel Zeit und Aufwand in Texte und Fotos. Entsprechend hoch sind natürlich die Erwartungen an ihre Leserschaft.

Hier einige Expertentipps, wie du Besucher und Stammleser (Follower) auf deinen Blog ziehen kannst:

  • Verbreite die Domain deines Blogs per E-Mail und über soziale Netzwerke (Facebook, Xing, Google+ & Co.).
  • Veröffentliche hochwertige, fehlerfreie Texte mit tollen Inhalten. Einzigartige Artikel werden erfahrungsgemäß häufiger geteilt als andere.
  • Veröffentliche regelmäßig neue Texte und Fotos. Gerade beim Reiseblog erstellen darfst du nicht nachlassen, sondern solltest auch Tage oder Wochen nach Reisebeginn regelmäßig bloggen.
  • Grundsätzlich bringt jeder Backlink auf einem anderen Blog oder auf einer anderen Webseite zusätzliche Besucher. Die verlinkte Seite sollte idealerweise thematisch passen.
  • Falls du an einer großen Leserschaft interessiert bist, solltest du deinen Blog in Blogverzeichnisse eintragen lassen.
  • Gerade zu Anfang ist jeder neu hinzugekommene Blogleser etwas Besonderes. Deshalb solltest du den direkten Kontakt suchen, indem du beispielsweise Kommentare freundlich und kompetent beantwortest.

Bedenke, dass zwischen vier und sechs Monate vergehen, ehe Besucher von Google oder anderen Suchmaschinen kommen. Das ist normal und kein Grund, die Flinte vorzeitig ins Korn zu werfen.

7. Richtiges Bloggen lernen

Mit den genannten Hinweisen kannst du ohne Weiteres loslegen und deinen eigenen Reiseblog erstellen. Falls du dich professioneller mit der Materie auseinandersetzen möchtest, beispielsweise um dir über deinen Blog ein finanzielles Standbein zu schaffen, solltest du von Experten lernen. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl toller Workshops, die sich mit allen wichtigen Themen, wie Blogstruktur, Webdesign, Fotobearbeitung und SEO-Grundlagen beschäftigen. Die Palette reicht vom Onlinekurs, über Vorträge, Angebote an Volkshochschulen bis hin zur professionellen Ausbildung zum Webdeveloper.

Egal, für welche Art Reiseblog du dich entscheidest: In erster Linie geht es darum, eine Plattform für deine Reisebegeisterung zu schaffen. Von hier aus kannst du deine Erlebnisse mit anderen Menschen teilen. Lass deiner Kreativität freien Lauf. Gestalte deinen Blog interessant mit vielen emotionalen Fotos. Du wirst sehen: Die Besucher kommen dann von ganz allein.



Zurück zur Übersicht